Wildnis

 

Je mehr die Wildnis aus unserem geregelten, regulierten Leben gewichen ist, um so mehr scheint sich ein Bedürfnis nach Wildheit oder Wildnis breit zu machen. Was noch an wild anmutenden Landschaften übrig ist, ist gefährdet. Mit dem Verschwinden dieser Landschaften gehen uns ästhetische Reize von grosser Schönheit und Anmut und Erlebnishorizonte und elementare Reibungs - und Erfahrungsmöglichkeiten verloren.

 Das Verhältnis zur „Wildnis“ ist immer noch geprägt von Angst, Unverständnis, Faszination, Regulierungsbedürfnis und Konservierungsgedanken, vielleicht erklärt das die mitunter skurrile Art des Umgangs mit dem Thema.

 In der Grenzregion Bayerns zu Tschechien findet man noch Relikte, kleine „Wildnisse“, die ich suche und voller Dankbarkeit über ihr verschont geblieben sein, zu Bildern mache. Der Mensch wird im Angesicht des Unberührten zu einem anderen.