Wildnis

Seit fast 30 Jahren suche ich Wildnisgebiete auf und seit 2010 entsteht die Serie "Wildnis", mit der ich einen Wesenskern der wilden Naturlandschaft erforschen will, Die Begegnung mit vom Menschen scheinbar unbeeinflusstem Raum öffnet ein ideelles Gefühl von Zugehörigkeit zu etwas Unberührtem, unregulierter Natur, kann aber auch melancholisch und anstrengend sein, manchmal unheimlich.

Ein Ansatz im Denken und Fühlen der deutschen Romantik.

 

Je mehr die Wildnis aus unserem geregelten, regulierten Leben gewichen ist, umso mehr scheint sich ein Bedürfnis nach Wildheit oder Wildnis breit zu machen. Was noch an wild anmutenden Landschaften übrig ist, ist gefährdet. Mit dem Verschwinden dieser Landschaften gehen uns ästhetische Reize von grosser Schönheit und Anmut und Erlebnishorizonte und elementare Reibungs- und Erfahrungsmöglichkeiten verloren.

 Das Verhältnis zur „Wildnis“ ist immer noch geprägt von Angst, Unverständnis, Faszination, Regulierungsbedürfnis und Konservierungsgedanken, vielleicht erklärt das die mitunter skurrile Art des Umgangs mit dem Thema.

 In der Grenzregion Bayerns zu Tschechien findet man noch Relikte, kleine „Wildnisse“ , die ich suche und voller Dankbarkeit über ihr verschont geblieben sein, zu Bildern mache.

 Hier hat sich ein Erbe bewahrt, das für die Zukunft zur Erfahrung von Wildnis und Unberührtheit immer wichtiger werden wird. Einen Blick für die sinnliche Erfahrung mit unberührter Natur schärfen und das Wecken von Neugierde auf solche Welten sind Ziel meiner Arbeit. Der Mensch wird im Angesicht des Unberührten zu einem anderen.